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Das Weaning im außerklinischen Setting – ein Scoping Review
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Zusammenfassung2021 wurde erstmals nach § 17 des Bayerischen Pflege- und
Wohnqualitätsgesetzes (PfleWoqG) eine Übergangswohnform zum außerklinischen
therapeutischen Weaning auf Probe zugelassen. Um dieses Forschungsfeld
thematisch zu strukturieren, eignet sich ein Scoping Review. Im Folgenden
werden ausschließlich Ergebnisse präsentiert, die im Themenblock „Intensiv-
und Beatmungspflege“ Erkenntnisse zu den zwei Forschungsfragen ergeben: 1.
Welche Faktoren begünstigen die Lebensqualität bei beatmeten Menschen v. a.
bei einer Versorgung im außerklinischen Setting? 2. Welche Faktoren
forcieren das Weaning in einem außerklinischen Setting und unter welchen
Bedingungen wirken sie?Google Scholar, PubMed, CINAHL, CareLit, LIVIVO, Cochrane Library sowie Web
of Science wurden mit vorab definierten Suchbegriffen durchsucht. Nach zwei
Extraktionen verblieben 401 Treffer. Die Abstract-Sichtungen führten zu
einer thematischen Bündelung. Im Themenblock „Intensiv- und Beatmungspflege“
wurden 120 Volltexte gesichtet.Aus den Ergebnissen ist zu folgern, dass die Datenlage als wenig suffizient
bewertet wird. Die Lebensqualität von dauerhaft beatmeten Menschen scheint
sehr heterogen zu sein. Als positiv wirksam erweisen sich die Faktoren
Selbstbestimmung, eine offene und empathische Kommunikation aller
Beteiligten sowie das Eingebundensein der Patientinnen und Patienten in
soziale Netzwerke. Zur Qualitätsgewährleistung ist eine hohe Fachkompetenz
der Pflegekräfte nötig. Anhaltender Fachpersonalmangel wirkt sich
qualitätsmindernd aus. Weaning-Potentiale werden bislang in der Außerklinik
nicht ausreichend ausgeschöpft. Intersektorale Versorgungskonzepte werden
diskutiert.Die Themen der außerklinischen Intensivpflege sowie des Weanings sind auf
Basis der Aspekte eines selbstbestimmten und zufriedenen Lebens kaum
evaluiert. Was aber zur Lebensqualität und zur Selbstbestimmung beiträgt,
ist noch kaum operationalisiert. Weitere Forschungsaktivitäten insbesondere
mit Rücksicht auf die Betroffenensicht sind angezeigt, weil sich andeutet,
dass gerade die Selbstbestimmung im Weaning-Prozess zur Lebensqualität der
schwer erkrankten Menschen beiträgt.
Title: Das Weaning im außerklinischen Setting – ein Scoping
Review
Description:
Zusammenfassung2021 wurde erstmals nach § 17 des Bayerischen Pflege- und
Wohnqualitätsgesetzes (PfleWoqG) eine Übergangswohnform zum außerklinischen
therapeutischen Weaning auf Probe zugelassen.
Um dieses Forschungsfeld
thematisch zu strukturieren, eignet sich ein Scoping Review.
Im Folgenden
werden ausschließlich Ergebnisse präsentiert, die im Themenblock „Intensiv-
und Beatmungspflege“ Erkenntnisse zu den zwei Forschungsfragen ergeben: 1.
Welche Faktoren begünstigen die Lebensqualität bei beatmeten Menschen v.
a.
bei einer Versorgung im außerklinischen Setting? 2.
Welche Faktoren
forcieren das Weaning in einem außerklinischen Setting und unter welchen
Bedingungen wirken sie?Google Scholar, PubMed, CINAHL, CareLit, LIVIVO, Cochrane Library sowie Web
of Science wurden mit vorab definierten Suchbegriffen durchsucht.
Nach zwei
Extraktionen verblieben 401 Treffer.
Die Abstract-Sichtungen führten zu
einer thematischen Bündelung.
Im Themenblock „Intensiv- und Beatmungspflege“
wurden 120 Volltexte gesichtet.
Aus den Ergebnissen ist zu folgern, dass die Datenlage als wenig suffizient
bewertet wird.
Die Lebensqualität von dauerhaft beatmeten Menschen scheint
sehr heterogen zu sein.
Als positiv wirksam erweisen sich die Faktoren
Selbstbestimmung, eine offene und empathische Kommunikation aller
Beteiligten sowie das Eingebundensein der Patientinnen und Patienten in
soziale Netzwerke.
Zur Qualitätsgewährleistung ist eine hohe Fachkompetenz
der Pflegekräfte nötig.
Anhaltender Fachpersonalmangel wirkt sich
qualitätsmindernd aus.
Weaning-Potentiale werden bislang in der Außerklinik
nicht ausreichend ausgeschöpft.
Intersektorale Versorgungskonzepte werden
diskutiert.
Die Themen der außerklinischen Intensivpflege sowie des Weanings sind auf
Basis der Aspekte eines selbstbestimmten und zufriedenen Lebens kaum
evaluiert.
Was aber zur Lebensqualität und zur Selbstbestimmung beiträgt,
ist noch kaum operationalisiert.
Weitere Forschungsaktivitäten insbesondere
mit Rücksicht auf die Betroffenensicht sind angezeigt, weil sich andeutet,
dass gerade die Selbstbestimmung im Weaning-Prozess zur Lebensqualität der
schwer erkrankten Menschen beiträgt.
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