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SOME ASPECTS OF THE BIOLOGY AND POPULATION DYNAMICS OFNASONIA VITRIPENNIS(WALKER) (HYMENOPTERA: PTEROMALIDAE)
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Some aspects of the biology and population dynamics of the chalcidNasonia vitripennis(Walker) are described.The reproduction capacity and the influence of size and age of the females have been studied, usingCalliphora erythrocephalaMeig. as the host. The females lay a maximum number of about 30 eggs into one host puparium. Fully parasitized puparia are recognized by females as such. This seems to be the major factor in the determination of the area searched for hosts.Changes in sex ratio of the offspring, in relation to the age and the density of the females are described. Also an influence of the age of the females on the number of offspring entering diapause is reported.ZusammenfassungEINIGE ERSCHEINUNGEN DER BIOLOGIE UND POPULATIONSDYNAMIK VONNASONIA VITRIPENNIS(WALKER)Die beschriebenen Experimente zeigen, dass die Eiproduktion vonNasonia vitripennisin grossem Ausmasse durch das Alter des Muttertieres bedingt ist. Insbesondere während der ersten 4 Tage nach dem Schlüpfen steigt die Produktion schnell von sehr wenig bis zu etwa 100 Eiern pro Tag an (Wirt:Calliphora erythrocephalaMeig.). Diese Produktion bleibt einige Tage konstant und nimmt dann langsam ab. Obwohl die individuelle Produktion sehr variabel ist, konnte eine positive Korrelation zwischen der Grösse des Tieres und der Anzahl seiner Nachkommen nachgewiesen werden.Wenn ein Teil der vorhandenen Wirte durch Austrocknen unbrauchbar geworden ist, tritt eine Reduktion der Eiablage auf. Diese Reduktion ist nicht eine Folge von Zeitmangel (verursacht durch das Inspizieren unbrauchbare Wirte), sondern entsteht durch die beschränkte Eiablage‐Möglichkeit in einen Wirt. Die Weibchen passen ihre Eiablage der Anzahl der verfügbaren Wirte an. Im Mittel werden die Wirte mit nicht mehr als rund 30 Eiern belegt. Eine Reduktion der Nachkommenschaft durch Futterkonkurrenz zwischen den Larven findet nicht statt.Ein Einfluss des Alters der Weibchen auf das Verhältnis der Geschlechter ihrer Nachkommen wird nachgewiesen. Das gefundene Verhältnis (10–15% Männchen) entspricht nicht dem Mechanismus, der von King(1961) für die Befruchtung vorgeschlagen wird.Durch Mangel an Wirten wird die Anzahl abzulegender Eier reduziert. Eiresorption und damit Steigerung des Anteils der Männchen in der Nachkommenschaft ist die Folge; die ersten Resorptionsstadien werden bei der Eiablage nicht befruchtet, wodurch Männchen entstehen. Die Dichte der Wirte hat also einen Einfluss auf das Geschlechtsverhältnis.Ein dritter Einfluss des Alters der Weibchen besteht in einer Zunahme des Prozentsatzes von Diapauselarven. Bei älteren Weibchen wird eine rasche Änderung von normaler Nachkommenschaft in eine fast nur Diapauselarven umfassende nachgewiesen. Diese Änderung ist nicht die Folge von Futtermangel oder Abkühlung.Die Suchaktivität des Parasiten wird zum grössten Teil durch die Wirtsdichte bedingt.Nasonia‐Weibchen bleiben in der Nähe eines Wirtes, bis dieser fast vollständig ausgenutzt ist. Die Weibchen können parasitierte und nichtparasitierte Wirte voneinander unterscheiden und nehmen bei ihrer Suche den ersten freien Wirt an, den sie finden. Dadurch wird die Grösse ihres Wandergebietes durch die Populationsdichte des Wirtes bedingt. Eine zwangsläufige Regulation der Dichte von Wirt und Parasit ist damit aber nicht ausgeschlossen.
Title: SOME ASPECTS OF THE BIOLOGY AND POPULATION DYNAMICS OFNASONIA VITRIPENNIS(WALKER) (HYMENOPTERA: PTEROMALIDAE)
Description:
Some aspects of the biology and population dynamics of the chalcidNasonia vitripennis(Walker) are described.
The reproduction capacity and the influence of size and age of the females have been studied, usingCalliphora erythrocephalaMeig.
as the host.
The females lay a maximum number of about 30 eggs into one host puparium.
Fully parasitized puparia are recognized by females as such.
This seems to be the major factor in the determination of the area searched for hosts.
Changes in sex ratio of the offspring, in relation to the age and the density of the females are described.
Also an influence of the age of the females on the number of offspring entering diapause is reported.
ZusammenfassungEINIGE ERSCHEINUNGEN DER BIOLOGIE UND POPULATIONSDYNAMIK VONNASONIA VITRIPENNIS(WALKER)Die beschriebenen Experimente zeigen, dass die Eiproduktion vonNasonia vitripennisin grossem Ausmasse durch das Alter des Muttertieres bedingt ist.
Insbesondere während der ersten 4 Tage nach dem Schlüpfen steigt die Produktion schnell von sehr wenig bis zu etwa 100 Eiern pro Tag an (Wirt:Calliphora erythrocephalaMeig.
).
Diese Produktion bleibt einige Tage konstant und nimmt dann langsam ab.
Obwohl die individuelle Produktion sehr variabel ist, konnte eine positive Korrelation zwischen der Grösse des Tieres und der Anzahl seiner Nachkommen nachgewiesen werden.
Wenn ein Teil der vorhandenen Wirte durch Austrocknen unbrauchbar geworden ist, tritt eine Reduktion der Eiablage auf.
Diese Reduktion ist nicht eine Folge von Zeitmangel (verursacht durch das Inspizieren unbrauchbare Wirte), sondern entsteht durch die beschränkte Eiablage‐Möglichkeit in einen Wirt.
Die Weibchen passen ihre Eiablage der Anzahl der verfügbaren Wirte an.
Im Mittel werden die Wirte mit nicht mehr als rund 30 Eiern belegt.
Eine Reduktion der Nachkommenschaft durch Futterkonkurrenz zwischen den Larven findet nicht statt.
Ein Einfluss des Alters der Weibchen auf das Verhältnis der Geschlechter ihrer Nachkommen wird nachgewiesen.
Das gefundene Verhältnis (10–15% Männchen) entspricht nicht dem Mechanismus, der von King(1961) für die Befruchtung vorgeschlagen wird.
Durch Mangel an Wirten wird die Anzahl abzulegender Eier reduziert.
Eiresorption und damit Steigerung des Anteils der Männchen in der Nachkommenschaft ist die Folge; die ersten Resorptionsstadien werden bei der Eiablage nicht befruchtet, wodurch Männchen entstehen.
Die Dichte der Wirte hat also einen Einfluss auf das Geschlechtsverhältnis.
Ein dritter Einfluss des Alters der Weibchen besteht in einer Zunahme des Prozentsatzes von Diapauselarven.
Bei älteren Weibchen wird eine rasche Änderung von normaler Nachkommenschaft in eine fast nur Diapauselarven umfassende nachgewiesen.
Diese Änderung ist nicht die Folge von Futtermangel oder Abkühlung.
Die Suchaktivität des Parasiten wird zum grössten Teil durch die Wirtsdichte bedingt.
Nasonia‐Weibchen bleiben in der Nähe eines Wirtes, bis dieser fast vollständig ausgenutzt ist.
Die Weibchen können parasitierte und nichtparasitierte Wirte voneinander unterscheiden und nehmen bei ihrer Suche den ersten freien Wirt an, den sie finden.
Dadurch wird die Grösse ihres Wandergebietes durch die Populationsdichte des Wirtes bedingt.
Eine zwangsläufige Regulation der Dichte von Wirt und Parasit ist damit aber nicht ausgeschlossen.
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