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Michael Scheffel, Formen selbstreflexiven Erzählens. Eine Typologie und sechs exemplarische Analysen. 1997

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Die Frage, ob und in welcher Hinsicht ‚Autoreflexivität‘ (‚Selbstbezüglichkeit‘) ein Kennzeichen moderner Literatur oder fiktionaler Texte sei, gehört zu den am längsten diskutierten und am wenigsten zufriedenstellend beantworteten der Literaturwissenschaft. Michael Scheffel versucht, das Problem durch typologische Präzisierung zu lösen: Er unterscheidet zwischen verschiedenen „Reflexionsarten“ („Betrachtung“ und „Spiegelung“) sowie zwischen „Ebenen“ („Erzählen“, „Erzähltes“), „Bezugsarten“ („mittelbar“, „unmittelbar“) und „Gegenständen“ der „Selbstreflexion“ („Poetologisches Prinzip“, „Erzählung“, „Erzählen“, „Erzähltes“). Hinzu kommen weitere Differenzierungen nach „Form“ und „Funktion“ (S. 55). Die so gewonnenen unterschiedlichen Typen der Selbstreflexion – bezogen auf fiktionale Erzähltexte, auf die sich die vorgetragenen Überlegungen beziehen – werden in den Modellanalysen des zweiten Teils der Arbeit an sechs Erzähltexten aus der deutschen Literatur demonstriert und interpretatorisch genutzt.
Walter de Gruyter GmbH
Title: Michael Scheffel, Formen selbstreflexiven Erzählens. Eine Typologie und sechs exemplarische Analysen. 1997
Description:
Die Frage, ob und in welcher Hinsicht ‚Autoreflexivität‘ (‚Selbstbezüglichkeit‘) ein Kennzeichen moderner Literatur oder fiktionaler Texte sei, gehört zu den am längsten diskutierten und am wenigsten zufriedenstellend beantworteten der Literaturwissenschaft.
Michael Scheffel versucht, das Problem durch typologische Präzisierung zu lösen: Er unterscheidet zwischen verschiedenen „Reflexionsarten“ („Betrachtung“ und „Spiegelung“) sowie zwischen „Ebenen“ („Erzählen“, „Erzähltes“), „Bezugsarten“ („mittelbar“, „unmittelbar“) und „Gegenständen“ der „Selbstreflexion“ („Poetologisches Prinzip“, „Erzählung“, „Erzählen“, „Erzähltes“).
Hinzu kommen weitere Differenzierungen nach „Form“ und „Funktion“ (S.
55).
Die so gewonnenen unterschiedlichen Typen der Selbstreflexion – bezogen auf fiktionale Erzähltexte, auf die sich die vorgetragenen Überlegungen beziehen – werden in den Modellanalysen des zweiten Teils der Arbeit an sechs Erzähltexten aus der deutschen Literatur demonstriert und interpretatorisch genutzt.

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