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Weniger ist mehr : die 2-Schnitt Methode der Implantation eines Systems zur Hypoglossus Stimulation : eine retrospektive Auswertung undVergleich mit der 3-Schnitt Methode hinsichtlich der Atemsensorkurve
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Die Atem-getriggerte Stimulation des Nervus Hypoglossus (CN XII – engl. Cranial Nerve XII - 12. Kranialnerv) ist eine Behandlungsmethode für ausgewählte Patienten mit einem obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS). Die klassische Implantationstechnik eines Systems zur unilateralen Hypoglossusstimulation beinhaltet drei Inzisionen: submental zur Platzierung der Stimulationselektrode an den terminalen Ästen des Nervus Hypoglossus, subklavikulär zum Einbringen des Impulsgeberaggregats, und an der lateralen Thoraxwand zur Implantation eines Atemsensors interkostal. Eine Implantationstechnik mit zwei Inzisionen wurde propagiert und größtenteils von den implantierenden Chirurgen übernommen. Hierbei wird der Atemsensor tiefer platziert als der Impulsgeberaggregat - ebenfalls interkostal. Unsere Abteilung übernahm diese Implantationsmethode im Mai 2021. Im Rahmen dieser Arbeit wurden die zwei Implantationstechniken hinsichtlich der generierten Atemsensorkurve miteinander verglichen.
MATERIAL UND METHODEN
Die zwischen Oktober 2020 und September 2022 operierten Fälle wurden eingeschlossen. Erhobene Parameter waren Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI), OP-Dauer, Platzierung des Atemsensors, und der präoperative Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI). Die generierten Atemsensorkurven wurden durch einen zu der Operationsmethode geblindeten Experten in „exzellent“, „gut“, und „schlecht“ klassifiziert. Die Auswertung des Experten basierte auf der Eignung der Atemsensorkurve hinsichtlich einer optimalen Stimulation.
ERGEBNISSE
21 Patienten wurden eingeschlossen. 5 wurden mit der drei-Inzisionsmethode operiert. Frauen waren unterrepräsentiert. Es waren keine weiteren signifikanten Unterschiede in den Patientenparametern vorhanden. Die geblindete Auswertung der Atemsensorkurven zeigte keinen Unterschied in den zwei Gruppen. Die OP-Dauer war zwar etwas kürzer in der zwei-Inzisionsgruppe, der Unterschied blieb aber statistisch nicht signifikant.
SCHLUSSFOLGERUNG
Die zwei-Inzisionsmethode generiert gleichwertige Atemsensorkurven, verglichen mit der drei-Inzisionsmethode. Die gesammelten Daten deuten darauf hin, dass die OP-Dauer mit der zwei-Inzisionsmethode eventuell verkürzt werden kann. Die Unterrepräsentation von Frauen in der Diagnostik des OSAS ist in der Literatur beschrieben. Unsere Daten untermauern diese Unterrepräsentation ggf. zusätzlich in der operativen Behandlung. Postoperative Komplikationen traten in keiner der Gruppen auf. Ein reduziertes Infektionsrisiko aufgrund der reduzierten Wundfläche kann jedoch angenommen werden.
Title: Weniger ist mehr : die 2-Schnitt Methode der Implantation eines Systems zur Hypoglossus Stimulation : eine retrospektive Auswertung undVergleich mit der 3-Schnitt Methode hinsichtlich der Atemsensorkurve
Description:
Die Atem-getriggerte Stimulation des Nervus Hypoglossus (CN XII – engl.
Cranial Nerve XII - 12.
Kranialnerv) ist eine Behandlungsmethode für ausgewählte Patienten mit einem obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS).
Die klassische Implantationstechnik eines Systems zur unilateralen Hypoglossusstimulation beinhaltet drei Inzisionen: submental zur Platzierung der Stimulationselektrode an den terminalen Ästen des Nervus Hypoglossus, subklavikulär zum Einbringen des Impulsgeberaggregats, und an der lateralen Thoraxwand zur Implantation eines Atemsensors interkostal.
Eine Implantationstechnik mit zwei Inzisionen wurde propagiert und größtenteils von den implantierenden Chirurgen übernommen.
Hierbei wird der Atemsensor tiefer platziert als der Impulsgeberaggregat - ebenfalls interkostal.
Unsere Abteilung übernahm diese Implantationsmethode im Mai 2021.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden die zwei Implantationstechniken hinsichtlich der generierten Atemsensorkurve miteinander verglichen.
MATERIAL UND METHODEN
Die zwischen Oktober 2020 und September 2022 operierten Fälle wurden eingeschlossen.
Erhobene Parameter waren Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI), OP-Dauer, Platzierung des Atemsensors, und der präoperative Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI).
Die generierten Atemsensorkurven wurden durch einen zu der Operationsmethode geblindeten Experten in „exzellent“, „gut“, und „schlecht“ klassifiziert.
Die Auswertung des Experten basierte auf der Eignung der Atemsensorkurve hinsichtlich einer optimalen Stimulation.
ERGEBNISSE
21 Patienten wurden eingeschlossen.
5 wurden mit der drei-Inzisionsmethode operiert.
Frauen waren unterrepräsentiert.
Es waren keine weiteren signifikanten Unterschiede in den Patientenparametern vorhanden.
Die geblindete Auswertung der Atemsensorkurven zeigte keinen Unterschied in den zwei Gruppen.
Die OP-Dauer war zwar etwas kürzer in der zwei-Inzisionsgruppe, der Unterschied blieb aber statistisch nicht signifikant.
SCHLUSSFOLGERUNG
Die zwei-Inzisionsmethode generiert gleichwertige Atemsensorkurven, verglichen mit der drei-Inzisionsmethode.
Die gesammelten Daten deuten darauf hin, dass die OP-Dauer mit der zwei-Inzisionsmethode eventuell verkürzt werden kann.
Die Unterrepräsentation von Frauen in der Diagnostik des OSAS ist in der Literatur beschrieben.
Unsere Daten untermauern diese Unterrepräsentation ggf.
zusätzlich in der operativen Behandlung.
Postoperative Komplikationen traten in keiner der Gruppen auf.
Ein reduziertes Infektionsrisiko aufgrund der reduzierten Wundfläche kann jedoch angenommen werden.
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